Lebensweisheit aus dem Hundehaufen


Allgemein, Auszeiten / Freitag, Juni 22nd, 2018

Lebensweisheit aus dem Hundehaufen…

Herzlichen Dank an den Besitzer eines richtig großen Hundes wohnhaft in der Nähe des Kobergs in Lübeck, der den Kackhaufen heute morgen liegen ließ….

Also ehrlich was für eine stinkende, schmierige Angelegenheit in einen Hundehaufen zu treten! Aber um ehrlich zu sein, manchmal ist es mit Sicherheit das Beste, was einem passieren kann!

Jedenfalls war es so in meinem Fall…

Eine kleine Geschichte zum Hundehaufen:

Jeden Morgen laufe ich so ziemlich die gleiche Strecke zum Auto.

Heute Morgen lag mitten auf dem Gehweg der größte Hundehaufen ever.

Und ich trete mitten in das heiße, stinkende Ding hinein.

Ich rege mich fürchterlich auf, lasse einen Fluch auf den Hundebesitzer los, bin stinksauer und mein Tag ist versaut.

Ganz klar, der Hundebesitzer ist schuld.

 

Jeden Morgen laufe ich genau diese Strecke zum Auto.

Am Folgetag liegt der Kackhaufen immernoch an der gleichen Stelle.

Wieder fühle ich ein weiches Gefühl unter meiner Fußsohle. Wieder hineingetreten!

Erneut befinde ich den Hundebesitzer für schuldig im Sinne der Anklage.

 

Die gleiche Strecke jeden Morgen…..

Nach dem Aufstehen habe ich mir noch vorgenommen diesmal nicht in die gleiche Falle zu tappen.

Aber ich vergesse meine guten Vorsätze und trete in die Reste, des bereits auf dem Gehweg verteilten Hundehaufens.

Mist! Da hätte ich doch endlich mal aufpassen können!! Ich ärgere mich und halte nach wie vor den Hundebesitzer für den schlechtesten Menschen auf der ganzen Welt.

 

Wieder ein Morgen, wieder zur Arbeit….

Ich sehe die Tretmiene schon auf mich zu kommen und wieder ist ein Schuh für die Mülltonne.

Diesmal kann ich nur noch den Kopf schütteln, wie oft soll das noch passieren??? Ich bin selber schuld….

 

Heute ist Freitag, ich bin unterwegs zum Auto.

Ich fixiere meine Gedanken auf die eine Stelle am Gehweg.

Ich bin erschüttert, an der gleichen Stelle liegt ein neuer Hundehaufen! Ich sehe worauf ich zulaufe.

Ich mache einen riesen Bogen um die stinkende Stelle und erinnere mich an die letzten Tage.

Diesmal habe ich endlich mein Glück selbst in die Hand genommen.

 

Quintessenz des Ganzes: Nimm dich selber nicht immer so ernst, aber nimm dein Leben in die eigene Hand! Wenn nicht JETZT wann dann …. Übernimm die Verantwortung und das Steuerrad!

Dieser Beitrag ist meiner lieben, neuen Kollegin Nicole W. gewidmet und einer ganz tollen Autorin Soheyla Sadr, die momentan an einem wunderbaren Mutmacher arbeitet!

 

Bilder: pixabay

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