Auszeit

Lust auf eine natürliche, märchenhafte Auszeit?

Kennt ihr das? Der Tag ist meistens viel zu kurz um alles zu erledigen! Und eigentlich soll man dann auch noch was für sich machen und sich eine Auszeit gönnen?! Wann soll das denn noch alles unter einen (Zwergen-) Hut gebracht werden?

Entschleunigung vom Alltag wird immer wichtiger in unserer heutigen Zeit. Wir müssen lernen bewusst kleine Auszeiten einzulegen über den ganzen Tag verteilt. Wenn Kinder was entdecken, müssen wir einfach mal inne halten und lernen uns darauf einzulassen.

Eigentlich ist es ganz einfach. Achtsam durch die Gegend laufen, einen Blick für die Natur zu entwickeln. Sich ein paar Minuten jeden Tag Zeit nehmen, sich einlassen, genießen und staunen.

Kurzer Exkurs nach Australien

Als ich in Fremantle gelebt habe, wurde es mir es richtig bewusst, wie schön die Jahreszeiten hier in Deutschland sind. Erstmal wird man total aus der Bahn geworfen, wenn man dort hinzieht. Klar, die Sonne scheint, es ist schön warm und man kann jederzeit im Meer oder im Pool baden gehen. Für den Urlaub mag dieser Zustand schon höchst entspannend sein, aber auf Dauer? Gerade an Weihnachten geht es los…. Weihnachten in Badehose mit Kunststoffweihnachtsbaum bei 40 Grad im Schatten? Das fühlt sich einfach als durch und durch Deutsche nicht richtig an.

Jahreszeiten wahrnehmen

Warum nicht einfach die Jahreszeiten aktiv wahrnehmen, ein kleiner Spaziergang reicht schon aus. Am besten ist es man hat einen kleiner Helfer dabei. Kinder haben es wesentlich einfacher Dinge aus der Natur wahrzunehmen. Erstmal sind sie eher auf „Augenhöhe“ und zweitens sind sie (hoffentlich) nicht so gestresst wie wir. Als Erwachsener sollten wir einfach mal versuchen nicht zu denken, sondern vielleicht nur zu fühlen und zu schauen. Wann hast du die letzte Eidechse gesehen? Hast du bei einem abendlichen Herbstspaziergang schon mal auf die Fledermäuse geachtet?

Übrigens wenn man stehen bleibt und ein Naturphänomen betrachtet, bleiben auch alle anderen Menschen um einen herum stehen und schauen sich die Tiere oder die Natur an.

Tipps für den Alltag – kleine Auszeiten zwischendurch

Auch wenn es vielleicht albern erscheint, wenn man keinen Blick mehr für die Natur hat, würde es sich vielleicht einmal anbieten auf allen Vieren über den Boden zu krabbeln. Oder vielleicht barfuß durch den Garten laufen? Einfach mal wieder die Natur spüren, das weiche Moos unter den Füßen kitzeln lassen oder mal auf einen spitzen Stein treten… Oder einfach mal auf einen Baumstumpf setzen und nichts tun außer hören. Ein paar Minuten Auszeit gönnen und den Zauber des Einfachen genießen und dann geht es weiter.

Eine Zwergengeschichte als Mittel der Entschleunigung

Wenn man mit Kindern unterwegs ist, dann ist es oft noch schwieriger eine ruhige und friedliche Auszeit zu nehmen. Zwar entdecken Kinder viel in der Natur, aber leider sind sie manchmal auch schnell wieder abgelenkt.

„Mama, ich muss auf Klo!“, „Ich hab Hunger!“, „Können wir jetzt nach Hause einen Film schauen?“

Um auf die DVD zu Hause zu verzichten und die wunderschönen Momente in der Natur auszubauen, fange ich an mit den Kindern Geschichten zu erzählen. Gemeinsam versuchen wir die Realität auszublenden und uns beispielsweise nur auf einen Käfer am Boden zu konzentrieren. Ich frage dann:

„Meint ihr auf ihm ist schon mal ein Zwergenkind geritten? Das ist bestimmt da hinten runter gefallen und hat sich jetzt versteckt!“

Und siehe da zusammen erfinden wir eine Geschichte rund um ein Gnomenkind, das gerade einen Ausritt genießen durfte und sich nach seinem Sturz ganz schnell vor den lauten Menschenkindern mit ihren Stöckern verstecken musste…. Und die Kinder sind da noch wesentlich kreativer als wir Erwachsenen es sind….. Könnten wir doch auch so einfach unseren Verstand ausschalten und uns der Phantasie hingeben….

Also tauche ein in eine andere, phantastische Welt, in der der Verstand die Klappe hält. Es müssen ja nicht unbedingt die Zwerge und Gnome oder andere Fabelwesen sein. Tiergeschichten reichen völlig aus. „Was der Käfer wohl gerade macht, geht der vielleicht seine Großtante Agathe besuchen?“

Einfach anfangen

Gönnt euch zwischendurch kurze Auszeiten in der Natur oder einfach einen ausgedehnten Blick in die Natur. Muss nicht lange sein und ihr werdet sehen, wie schön das ist. Vielleicht einfach drei Mal am Tag. Aller guten Dinge sind drei 😉 Oder erstmal klein anfangen.

Also durchatmen, abschalten, genießen….

& herzlich willkommen auf Gnomenwelt.de dein Blog rund um Natur, Entschleunigung, Kinder und die mystischen Wesen

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